Gyvate hat geschrieben: 17 Mai 2026, 11:10
egal welche DIP Schalterposition und/oder Positionierung des WH57, es kommen immer +/- regelmässig Fehlmeldungen.
Manche haben das, - und haben auch oft verzweifelt aufgegeben, da auch ein Gerätetausch nichts änderte.
Man hat beobachtet, dass, wenn man in den WH57 Alkali-Batterien einsetzt anstelle der vielgepriesenen (und oftmals unnötigen) Lithiumbatterien, dass sich dann der WH57 (wieder) normal verhält. Keine falschen Positivmeldungen (aber korrekte Meldungen).
Jemand meinte sogar festgestellt zu haben, dass ein 80% Ladezustand der Alkali-Batterien optimal sei.
Ohja, davon kann ich ein Lied singen. Als ich bei Ecowitt eingestiegen bin, kamen zuerst GW3000 und WH57 an.
Auf WN40 und WN32 musste ich noch länger warten.
Daher konzentrierte sich bei mir erstmal alles auf den Blitzsensor und umso verwzweifelter war ich, als es nicht funktionieren wollte.
Ein Irrtum, der mich viel Zeit gekostet hat, ist der Indoor/Outdoor Dipschalter:
Meine Denke (falsch): Drinnen mehr Störungen durch Geräte, also macht "indoor" ihn deshalb unempfindlicher, um false positive zu verhindern.
Ecowitt-Denke vermutlich: Innen muss er durch Wände hindurch empfangen, die das Signal abschwächen, daher muss er innen empfindlicher sein als draußen => fördert aber eben false positive, die innen sowieso schon wahrscheinlicher sind.
Die einzige Schalterstellung, die bei mir funktioniert ist:
1:runter, 2:runter, 3:rauf, 4:runter (= outdoor, "lange Antenne", hohe Empfindlichkeit)
Bei allen anderen Schalterkombinationen ist er entweder zu empfindlich (1:rauf, 2:runter, 3:rauf, 4:runter => falsch positive, selbst in meiner unten erwähnten Gartengerätehütte!) oder eine "taube Nuss", die so gut wie gar nichts empfängt.
Am wichtigsten war bei mir:
So weit wie möglich weg von irgendwelchen elektrischen Geräten, selbst wenn dadurch die Empfang nicht ganz frei von Hindernissen ist.
Diesen Ort fand ich in meiner Gartengeräteütte, die ist 20 m von jeglichen elektrischen Geräten und Stromkreisen entfernt, dafür aber auch von ein paar Bäumen umgeben.
Elektrische Geräte können sowohl dazu führen, dass man ständig falsch positive Meldungen hat (Impulsartige Störungen), als auch, dass der Empfänger überhaupt nichts mehr hört (breitbandige Rauschteppiche). Im schlimmsten Fall beides gleichzeitig
Mit dieser Kombination habe ich seit Mitte Juli 2026 keine falsch positiven in Zeiten ohne jegliches Gewitter im Umkreis mehr. Im Winterhalbjahr waren es meine ich über 150 Tage ohne eine einzige Blitzereignismeldung.
Die Erkennungsempfindlichkeit könnte höher sein. Ab und zu geht einem auch ein naher Blitz durch die Lappen.
Meine Erkenntnis dazu:
Wolke-Erde- und Erde-Wolke-Blitze werden wesentlich zuverlässiger erkannt als Wolke-zu-Wolke-Blitze.
Daher nicht nur schauen, ob es in der Nähe geblitzt hat und sich ärgern, wenn das Teil nicht reagiert hat, sondern auf
https://kachelmannwetter.com/de/blitze nachsehen, was für eine
Blitzart und Stärke es war!
Wenn ihr Störer finden wollt und kein passendes Equipment wie SDR oder Scanner habt:
Packt ein altes batteriebetriebenes Mittelwellenradio mit Batteriebetrieb aus, schaltet es an, lauft damit herum und achtet auf knacken, brummen, ansteigenden Rauschteppich.
Hier mal eine Liste mit Beispielen, was so alles im Lang- und Mittelwellenbereich stören kann, wo der Empfänger arbeitet:
Ganz wichtig:
Handy! Wenn ihr euch mit dem Handy beim Testen in <10 m Entfernung vom Sensor aufhaltet: Flugzeugmodus aktivieren oder zumindest das Mobilfunknetz komplett deaktivieren. WLAN stört nicht ganz so schlimm, aber Mobilfunk 4G/5G/GSM ist absolut tödlich.
PLC-Adapter (Internet über die Steckdose)
Weidezaungeräte (Weidezäune sind riesige Antennen!)
Photovoltaikanlagen, Wechselrichter (Leitungen zu den Modulen wirken als Antenne!), Optimierer
Wärmepumpen, Zusatzheizelemente für Warmwassererhitzung mit PV-Reststrom wie "Ohmpilot" (Leitung vom Gerät zum Heizstab so kurz wie möglich, wirkt als abstrahlende Antenne!)
Viele modernen Schaltnetzteile (USB-Ladegeräte, Schreibtischlampen, LED-Leuchten, Halogentrafos, Laptops, Monitore,
Nähe des Blitzsensors zu Stomleitungen - auch in der Wand, auch ohne angeschlossenen Verbraucher.
Klassische Dimmer-Lichtschalter.
Andere Ecowitt-Sensoren und Konsolen(!) Der WH57 ist "Einzelgeänger", Mehrere Meter abstand zu anderen Sensoren einhalten, nicht an den selben Mast mit anderen Geräten!
Der GW3000 strahlt über die Temperaturfühlerleitung Störungen ab (wirkt als Antenne)! Ein Klappferrit hilft diese einzudämmen.
Und noch was:
Gute Empfangswerte (= immer alle 4 Balken!) sind beim WH57 wichtiger als bei anderen Ecowittsensoren.
Warum?
1. Der Sensor kumuliert die Blitzeinschläge nicht mit einem Zähler wie ein Regemesser
2. Er sendet jedes mal instant, wenn er einen Blitz detektiert. Verpasst man diese Aussendung, dann ist das Blitzereignis verloren. Es wird nicht mit der nächsten Aussendung in Form von aufsummierten Löffelkipp-Summen-Werten "nachgeliefert" wie bei den Regenmessern!
Thema Batterien:
Ich habe von Anfang an Alkaline-Batterien verwendet. Wer meint, es könnte an der zu hohen Spannung von neuen oder Lithiumbatterien liegen, kann ja probehalber mal NiMH-Akkus einsetzen.

- Screenshot 2026-05-17 153221_WH57.jpg (54.06 KiB) 68 mal betrachtet