Seite 1 von 1
Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 22 Mär 2026, 10:07
von Dirk27
Hat jemand schon den WS69 mit dem WH40 bezüglich Regenmengenmessung verglichen? Kann man sagen, ob einer von beiden genauer ist? Oder sind die vergleichbar?
Re: Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 22 Mär 2026, 11:25
von olicat
Hi!
Hat jemand schon den WS69 mit dem WH40 bezüglich Regenmengenmessung verglichen?
Der WH40 (vorallem als WH40H) gilt im Allgemeinen als der "Genauere".
Jedoch sind die Werte durchaus vergleichbar:

- rain7days.png (50.16 KiB) 185 mal betrachtet
Das sind die letzten 7 Tage hier. WH65 (vergleichbar mit dem WS69), WN20 und WH40H liegen knapp gleichauf.
Der WS90 (erste Generation) ist weit davon ab ...
:-#
Oliver
Re: Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 22 Mär 2026, 11:43
von Dirk27
Sieht ja gut aus.
Kann man im längerfristigen Vergleich sagen: WH40 * 0,93 ~= WH65 ?
Re: Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 22 Mär 2026, 14:24
von Gyvate
man müsste das m.M.n. bei größeren Niederschlagsmengen betrachten.
Bei den geringen Mengen spielt der potentielle Anfangsfehler von bis zu 0,3 mm beim WS69 rein, der beim WH40 nur 0,1 mm beträgt. Bei Niederschlägen bis zu 10 mm/Tag liegt mein
WS69 im Korridor WH40 +/-0,3 mm.
Besser vergleichbar bei geringen Niederschlagsmengen sind WS69 und WN20, da sie ähnliche Zählmengen (WS69/WH65 0,254, der WN20 0,28) haben, wobei in beiden Fällen die Konsolen korrigieren, allerdings unterschiedlich und bei größeren Mengen tritt der Fehler trotzdem zutage. Die Firmware des WN20 rechnet meines Erachtens sogar falsch. Weshalb der Benutzer zusätzlich korrigieren muss.
Ich habe das im WN20 Thread dargestellt.
Mit einem Korrekturfaktor von 0,9 ist der WN20 bei geringen Tagesmengen (< 10 mm) mit meinem WS69 synchron, weil ich mit 0,9 die falsche Firmwareberechnung im Niedrigbereich kompensieren kann..
Darüber ist es nach bisherigen Erkenntnissen nicht linear und kann mit einem auf alle Bereiche wirkenden linearen Korrekturfaktor nicht "eingefangen" werden. Das müsste in der Firmware geschehen.
Re: Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 22 Mär 2026, 14:27
von olicat
Hi!
Kann man im längerfristigen Vergleich sagen: WH40 * 0,93 ~= WH65 ?
Das ist aktuell leider schlecht einzuschaetzen - vor 4 Wochen hatten wir ja noch Schnee und Frost und da ist das Sammelverhalten der Sensoren doch deutlich unterschiedlicher:

- rain30days.png (53.62 KiB) 156 mal betrachtet
Oliver
Re: Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 22 Mär 2026, 20:37
von Dirk27
Irgendwie ein komplexes Thema,- die Regenmengenmessung mit WS90, WH40, WS69, WN20 ..., wenn man Offsets sucht, die die Unterschiede an einem gemeinsamen Standort einigermaßen ausgleichen ...
Hat das schon einmal jemand versucht?
Re: Regenmengenmessung WS69 versus WH40
Verfasst: 23 Mär 2026, 11:31
von Gyvate
mein WN20 und WS69 laufen im Takt (WN20 0.9)
mein WS69 und WH40 laufen im Takt (WH40 1.02), im Rahmen der konstruktionsbedingten potentiellen 0.3 mm Abweichung des WS69
WS85 und WS90 laufen was Wochen- und Monatsmengen angeht +/- mit dem WS69 im Takt.
Deren Werte sind aber regenereignis- und regenereignishäufigkeitsabhängig
Wenn sich das im Jahresverlauf ändert, ändern sich auch die Werte, jedenfalls beim WS90.
Meine bisherigen Einstellungen beim WS90 kompensieren z.Zt. ereignisgeschuldet mittelfristig kurzzeitige Abweichungen.
WS85: alle 1.0, FW 1.1.6
WS90: 0,7-0,65-0,7-1,0-1,0; FW 1.6.0
wobei es fraglich ist, inwieweit die oberen zwei Regenratenfenster zum Zuge kommen.
Um den WS90 mit linearen Korrekturfaktoren vernünftig einzustellen, müssten die beiden unteren Bereiche sehr kleinteilig in Feldversuchsreihen empirisch erfasst werden.
Ich versuche, bislang vergeblich, Ecowitt zur Bereitstellung einer Testfirmware zu bewegen, die pro Bereich zehn (10) Unterabschnitte (gain factors)hat, um eine empirische Kennlinie im Feldversuch zu gewinnen.
Damit sollte sich eine Kennlinie erstellen lassen, die danach mit den groben ein-Faktor-pro-Bereich vernünftiger als jetzt nachgeregelt werden können müßte.
Diese Testfirmware müsste man dann global an 10-20 Tester ausrollen, die mindestens 1/2, besser ein ganzes Jahr - protokollieren und in bestimmten (gleichgeschalteten) Zeitabschnitten, Einstellungen vornehmen und deren Auswirkung dokumentieren. Und genügend Regen unterschiedlichster Typen, insbesondere im Niedrigbereich, wäre förderlich.
Hinzu müsste auch Wind parallel dokumentiert werden, damit die spätere Firmware bei bestimmten Windstärken zusätzliche Anpassungen vornehmen kann.
Insgesamt zugegebenermassen komplex aber nicht unlösbar.
Die Bereiche mit höheren und hohen Regenraten sind kein Problem, die kann man mit Duschköpfen simulieren, was Ecowitt ja auch machte, aber der Niedrig- und Niedrigstbereich ist die Crux.