Dirk27 hat geschrieben: 06 Jan 2026, 10:34
Gyvate hat geschrieben: 06 Jan 2026, 09:17
viel Erfolg - ich kann ja mal bei Gelegenheit meine Jahreswerte (WN20, WH40, WS69, WS85, WS90s) zusammenstellen.
Wenn man bei den WS85/90 aber die Regenratenbereiche (Tier) auf 1.0 lässt, ist das natürlich wenig hilfreich.
Meine haben, insbesondere im Niedrigbereich, von 1.0 verschiedene Werte. Eben die, die sich für die bei mir auftretenden Regenereignisse als passend herausgestellt haben. DIe können woanders auch anders sein, da der Wind mit hineinspielt.
Ja, deine Jahreswerte würde ich gern einmal sehen!
Meine Erwartung zu den WS85/90 Piezo RainX Gain Werten wäre eigentlich, dass es FOS hinbekommt, die Berechnung und die Regenratenbereiche in der Firmware so einzustellen, dass die Regenmenge einigermaßen passend (dann in den technischen Daten auch so beziffert!) erfasst wird, wenn alle 5 Bereiche auf 1,00 stehen. Daher meine 1. Jahres-Erfassung auch mit 1,00.
Wenn dann am individuellen Standort Anpassungen notwendig sein sollten (warum eigentlich? Messgeräte sollten in allen für sie spezifizierten Umgebungen gleich funktionieren), dann hätte der Nutzer prinzipiell Möglichkeit, diese mit den Regenratenbereichen vorzunehmen, ausgehend von 1,00, wobei ein einfacher Piezo Rain Gain dafür aber Anwender-freundlicher wäre.
Es sollte also m.E. nicht so sein, dass man grundsätzlich (also an jedem Standort) weit von 1,00 abweichende Gain Bereiche (wie z.B. 0,70 / 0,65 / 0,70 / 1,00 / 1,00) schon primär einstellen muss.
die wesentliche Datenaufbereitung findet nicht im WS90 statt. Der liefert nur Rohdaten, die von der Konsole nachbearbeitet werden.
"Messgeräte sollten in allen für sie spezifizierten Umgebungen gleich funktionieren" ist ein Wunsch, der für das haptische Messkonzept nicht erfüllbar ist. Der Sensor kann nicht erkennen, wie groß die vertikale Komponente eines Regentropfens (welcher Größe, ggf. in Teile zerfallend) ist. Diese Komponente ist windstärkenabhängig - das macht im Wesentlichen, soweit ich es verstanden habe, die Standortabhängigkeit aus. Der "Piezoimpuls" kann daher gleich sein, obwohl die Menge variiert. Hinzu kommt die variable Größe der Regentropfen. Für traditionelle Regenmesser ist das unerheblich, solange der Trichterrand hoch genug ist.
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wobei ein einfacher Piezo Rain Gain dafür aber Anwender-freundlicher wäre." Mag sein, aber insbesondere im Niedrigmengenbereich ist die Kennlinie nicht linear (und nicht kleinteilig genug experimentell bestimmt), daher sind die fünf Bereiche m.E. gerechtfertigt. Die Standortabhängigkeit ist systemimmanent, aber andererseits eingrenzbar, wenn man sich Mühe gibt. Für viele kommt erstaunlicherweise sogar überall 1.0 ziemlich gut hin. Die beobachtete Anzahl der "Meckerer" scheint im Verhältnis zur Anzahl verkaufter WS90 eher gering.
Meine Zahlen für 2025 sind:
WH40 2025 697.9 Abweichung 0 % (Referenz)
WS69 2025 707.4 Abweichung 1,3 %
WS85 2025 696.4 Abweichung 0,8 %
WS90 2025 768.3 Abweichung 10 % (Hardware Revision 1, 1.5.8)
WS90(2) 2025 690.6 Abweichung 0.01 % (Harware Revision 2, 1.5.8)
Meine WS85 und WS90 Rev2 sind übers Jahr erstaunlich gut eingestellt.
Es ist auch eine weitläufige Beobachtung, dass fluktuierende Tageswerte sich in Monats- und Jahreswerten wieder einigermassen ausregeln.
Da ich auch einen WS90 PBS habe, der die Regen-Rohdaten aufsummiert anzeigt, wird das spätestens Ende nächsten Jahres ggf. auch schon früher interessant sein, wie sich Abweichungen gegenüber einem nativen WS90 darstellen (gleiche Hardwarerevision)