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neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 06 Mär 2026, 12:00
von Gyvate
Seit einigen Jahren "tobt" in bestimmten Wetterforum ein "Genauigkeitskampf", insbesondere vorangetrieben von einer polnischen Wetter-Community, die die Ecowitt-Ultraschall-Anemometer mit Profi-Geräten von Vaisala und Hongyov verglichen haben und bei ihren Tests Abweichungen im höheren Geschwindigkeitsbereich (> 30 km/h) feststellten.
Sie führten das auf die Verwendung von "billigen" 40 kHz Transducern (das sind die Teile, die den Ultraschall messen) zurück, wobei bei Vaisala 200 kHz Transducer zum Einsatz kommen.

Jenseits der Frage, wie Ansprüche zu bewerten sind, die für Geräte für den Hobbybereich ähnliche Leistungen wie bei Profigeräten fordern, gibt es jetzt Ergebnisse von in Neu-Seeland Neuseeland durchgeführten Feldtests mit WS90 Anemometern (die gleichen sind in einem WS80 und WS85 verbaut), die Vergleiche mit Vaisala- und Hongyuv-Geräten beinhalten - und eine erstaunliche gute Leistung des WS90 zeigen.
WS90 vs. Vaisala-Jan2026.png
WS90 vs. Vaisala-Jan2026.png (195.66 KiB) 443 mal betrachtet

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 07 Mär 2026, 20:01
von Wetterwarte
Wo kann man die Feldtest-Ergebnisse finden?

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 07 Mär 2026, 22:20
von Wetterchen
Also ich für mein Teil bin zufrieden mit meinen 3 WS80.

Ich denke der größere Vorteil bei den 200khz Teilen dürfte bei Starkregen sein, weil da haben die Ecowitt Geräte wirklich ein Nachteil ggü den Schalenanemometer. Aber ansonsten? Gerade bei Windstillen Tagen sind die Ultra Geräte klar im Vorteil ggü Schalen. Das finde ich geil :mrgreen:

Und da nicht jedes Teil exakt die gleiche Leistung abliefern kann, weil man ja nicht die Position 1:1 besetzen kann, gibst halt auch mal leichte Unterschiede.
Den Anspruch stehts 100% genaue Werte zu bekommen sollte man bei Sensoren, die für den Customer "Hobbymarkt" produziert werden nicht haben in Gegensatz zu Geräten die für den Überprofessionellen Meteorologen oder Feuerwehr gedacht sind. Dafür kosten die auch viel zu viel plus die mühsame Umsetzung die Daten fürs Hobby auslesen und verarbeiten zu können.

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 07 Mär 2026, 22:52
von Gyvate
Wetterwarte hat geschrieben: 07 Mär 2026, 20:01 Wo kann man die Feldtest-Ergebnisse finden?
z.B. im geposteten Bild, das ich von Ecowitt bekommen habe
Wer genau getestet hat und wie genau die Testreihenergebnisse aussehen, weiss ich auch nicht.
Ich kenne nur die Aussage, dass o.a. Grafik representativ für die Messungen ist, da im Messzeitraum die Windgeschwindigkeit regelmässig Geschwindigkeiten von >40 km/h erreichte.

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 08 Mär 2026, 09:33
von Wetterwarte
Guten morgen,

ok, danke. Das Thema interessiert mich aktuell sehr. Im Internet findet man nur wenig unabhängige Vergleichstests von Ultrasonic-Windsensoren. Leider hat der Vergleich meiner Meinung nach wenig Aussage, da die Winddaten im Verhältnis zueinander zu stark abweichen. Davis misst überhaupt kein Wind und warum liegt der Sensecap so weit unten? Alleine die Frage, wie getestet wurde, wäre wichtig.

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 08 Mär 2026, 14:33
von mitschke
Wo bitte ist "Neu-Seeland"?

Abgesehen davon ist die Frage, ob 40 kHz oder 200 kHz eher wurscht. Wesentlich ist viel mehr, wie viele samples pro Sekunde bzw. Einem größeren Zeitintervall gemessen werden und ob man dabei relevante Luftbewegungen auslässt.

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 08 Mär 2026, 14:47
von Gyvate
mitschke hat geschrieben: 08 Mär 2026, 14:33 Wo bitte ist "Neu-Seeland"?
auf der anderen Seite an der IDL.
Auf Englisch auch New Zealand genannt. 8-)
Und, damit wir es nicht mit Neu-Seeland, Gemeinde im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, verwechseln,
habe ich es jetzt in ein Wort ohne Bindestrich korrigiert. :lol:

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 08 Mär 2026, 14:54
von Gyvate
mitschke hat geschrieben: 08 Mär 2026, 14:33 Abgesehen davon ist die Frage, ob 40 kHz oder 200 kHz eher wurscht. Wesentlich ist viel mehr, wie viele samples pro Sekunde bzw. Einem größeren Zeitintervall gemessen werden und ob man dabei relevante Luftbewegungen auslässt.
Was genau wie gemessen wird, kann man im Detail in meinem englischsprachigen WiKi nachlesen:
Windmessung der Ecowitt Kombisensoren
und
Windmessung WS80/85/90 Detail

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 08 Mär 2026, 16:12
von KerMitHertz
Warum macht Ecowitt das eigentlich beim Wind nicht wie beim Regen (Kipplöffel vs. Piezo), sodass man Windmessungen über Schalen- und Ultraschallanemometer gleichzeitig erfassen, anzeigen und vergleichen kann?

Re: neue Feldtest-Ergebnisse zu den Ecowitt-Ultrschall-Anemometern

Verfasst: 08 Mär 2026, 18:58
von Gyvate
KerMitHertz hat geschrieben: 08 Mär 2026, 16:12 Warum macht Ecowitt das eigentlich beim Wind nicht wie beim Regen (Kipplöffel vs. Piezo), sodass man Windmessungen über Schalen- und Ultraschallanemometer gleichzeitig erfassen, anzeigen und vergleichen kann?
Keine Ahnung - kann ja mal nachhören ...
Aber mit einer zweiten Konsole geht das natürlich auch - man braucht ja dann eh entweder einen WS68 oder WS69, und ein Gateway z.B. GW1200 kostet ja auch nicht die Welt ...
Ich vermute mal, dass der Bedarf wesentlich geringer ist als beim Regen.